Altarbild


Der Himmel geht auf - ein neues Altarbild für Zornheim

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Der Kontakt zu Bernd Zimmer war schon vor Jahren entstanden - angeregt durch ein Gemälde in der Sakramentskapelle im Mainzer Dom - und führte schließlich zu einer weit beachteten Ausstellung im Zornheimer Gemeindehaus vor 6 Jahren. Von da aus war es nur noch ein kleiner Schritt, der allerdings einiger Überzeugungsarbeit bedurfte, um Bernd Zimmer mit einem Bild für diese Kirche beauftragen zu können. Der Altarraum sollte nicht länger der niedrigste und dunkelste Punkt in der Kirche sein, sondern sich zum Himmel öffnen. Dies wurde durch kleinere Umbauarbeiten und eine neue Lichtführung erreicht.

Das neue Bild krönt diesen Eindruck nun, da es mit seinen kräftigen, leuchtenden Farben die Blicke auf sich und „nach oben" zieht.

 

Es bietet dem Auge zwar gegenständliche Anhaltspunkte wie Berge, Wolken oder Sterne, aber viel mehr öffnet es Raum für eigene Gedanken und Assoziationen durch Abstraktionen: Licht strömt ein, Licht, das über dem Firmament steht und physikalisch so nicht wahrnehmbar, aber für den Künstler darstellbar ist. Man sieht Berge, die für Menschen immer ein Ort der Gottesbegegnung waren und mit denen eine der bekanntesten und einflussreichsten Reden Jesu verbunden ist. Über den Bergen steht der Nachthimmel, eine leicht mystische Wolke und der Betrachter wird hineingezogen in die Faszination des Sternenhimmels: „Was ist der Mensch, dass Du seiner gedenkst?"

 

Je länger man das Bild betrachtet, desto mehr Gedanken bietet es Anhaltspunkte: Sind das Bäume da im Vordergrund? (Ja, sagte der Künstler bei seinen Anmerkungen.) Diese und ähnliche Gedanken verwandeln sich beim Betrachten in Geschichten und Reflexionen.

Da Gott und Gotteserfahrungen immer nur annäherungsweise beschrieben werden können, stehen beispielsweise die Chiffren Himmel und Licht für die unbeschreibliche Andersartigkeit des Gottes, der Menschen begegnet.
Gegenständlichkeit - Gott als alter Mann mit Bart wie bei Michelangelo - haben Kunst und Theologie schon lange überwunden. Wie viel mehr Gott ist, lässt sich in der Zornheimer Kirche nun anhand der neuen Kunst erfahren.                             (Klaus Wallrabenstein)

 

 

Artikel in der Allgemeinen Zeitung 

Info Bernd Zimmer

Bernd Zimmer, Jahrgang 1948, in Planegg bei München geboren, studierte Philosophie und Theologie in Berlin und begann als Autodidakt mit der Malerei. Er malte Landschaften und verarbeitete Eindrücke seiner Reisen, gewann ein Stipendium der Karl-Schmidt-Rottluff-Foundation, das es ihm ermöglichte als freier Künstler zu arbeiten.

1980 beteiligte er sich an der Austellung 'Heftige Malerei' in der Galerie am Moritzplatz in Berlin, gemeinsam mit Fetting, Middendorf and Salomé. Dem folgten verschiedene Gruppen- und Einzelausstellungen. 1982 erhielt Zimmer ein Stipendium der Villa Massimo in Rom. 1984 ließ er sich in Polling (Oberbayern) nieder.

Er gilt als einer der wichtigsten Repräsentanten der "Jungen Wilden" und hat einen unverkennbaren Stil entwickelt, der von einer Kombination von freier, abtrakter Malerei und einer Gegenständlichkeit, die mit der Natur verbunden ist, gekennzeichnet ist.


Präsentation des Altarbildes „Himmel für Zornheim - Licht"
von Bernd Zimmer

war im
Gottesdienst am 20.9.2016
um 10.45 Uhr

Predigt: Pfr. Dr. Markus Zink,
Referat Kunst und Kirche
Liturgie: Pfr. Klaus Wallrabenstein

unter Mitwirkung
des Ev .Kirchenchores Zornheim

Informationen zu Bernd Zimmer